Luthiens kleine Welt

So spielt das Leben

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2500 Seiten später

Filed under: Books,Everyday life — Luthien am 22. März 2009 um 22:41 Uhr

Wow, so viel habe ich schon lange nicht mehr in so kurzer Zeit gelesen… Ich bin heute mit dem vierten Band der “Bis(s) zum…”/”Twilight” Reihe von Stephenie Meyer fertig geworden. Nach etwa drei Wochen. Und das trotz grob geschätzten 30 Überstunden im gleichen Zeitraum ;-)
Den Wahnsinn verdanke ich meiner Tandempartnerin, die mir den ersten Band zum Geburtstag geschenkt hatte. Einen Tag nachdem ich zu lesen begonnen hatte war der zweite Band auch schon bestellt. Innerhalb einer Woche hatte ich beide verschlungen – anders kann man es nicht mehr ausdrücken. Band drei und vier kamen dann kurz darauf bei mir an, wobei ich auf die Englischen Versionen umgestiegen bin.
Eigentlich weiß ich noch nicht mal, warum mich die Bücher nicht mehr losgelassen haben. Es ist eine spannende Geschichte, aber oft nervte mich die Hauptperson auch einfach mit ihren Begriffsstutzigkeit und Unentschlossenheit. Band zwei und drei sind teilweise fast schon langweilig. Aber die Seiten fliegen nur so dahin und man will einfach nur wissen, wie es weiter geht. Da alles aus der Ich-Perspektive beschrieben ist, muss man nur einem Handlungsstrang folgen. Keine Verschachtelungen, kaum Zeit- oder Ortswechsel. Leichte Lektüre.
Davor hatte ich zuletzt viel von Haruki Murakami gelesen – vom Niveau liegen da Welten zwischen. Aber Murakami Bücher fesseln mich auch nicht ein ganzes Wochenende. Mein Freund kam am ersten Wochenende vorsichtig nachfragen, ob er eine Chance habe mich noch vor die Türe zu bewegen… und zog dann schnell mit einem Schulterzucken und den Worten “Ich hatte irgendwie auch nicht damit gerechnet” von dannen, als ich ihn nur leidend anschaute ;-)
Jetzt ist erstmal Ruhe. Band vier hatte einen runden Abschluss – kein “Wie mag es weitergehen?!”. Puh! Aber ich habe dieses Wochenende entdeckt, dass es schon wieder zwei Fortsetzungen von Artemis Fowl gibt… Ja, ich weiß, ich lese zuviel Jungendliteratur. Den Clan der Otori kann ich übrigens auch sehr empfehlen *g*

Der Pfad im Schnee

Filed under: Books — Luthien am 4. August 2006 um 21:56 Uhr

Der Pfad im SchneeLian Hearn: Der Clan der Otori 2. Der Pfad im Schnee
Ausnahmsweise komme ich mit dem Schreiben dem Lesen nicht hinterher, denn kurz nach meinem Bericht zum ersten Band hatte ich auch den zweiten Band der Clan der Otori Trilogie zu Ende gelesen. Und jetzt hoffe ich, dass der dritte Band auch bald als Taschenbuch erscheint – denn die Geschichte ist einfach toll!

Band 1 endete damit, dass Takeo sich mit dem Stamm, seiner Blutsfamilie, auf einen Pakt einließ. Takeo durfte seinen Ziehvater vor einem qualvollen Tod bewahren, musste dafür jedoch die Otoris und seine Liebe Kaede verlassen. Er muss sich dem Training und den harten Regeln des Stammes unterziehen und wird zu einem perfekten Assasinen ausgebildet. Der Stamm setzt hohe Erwartungen in ihn – kennt aber auch seine Unberechenbarkeit. Dementsprechend scharf wird er beobachtet und regelmäßigen Prüfungen unterzogen.

Zeitgleich kehrt Kaede in ihre Heimat zurück um dort den Winter zu verbringen. Sie weiß in welcher gefährlichen Situation Takeo sich befindet und leidet sehr dadrunter. Aber ihr Überlebenswille ist um so stärker, seit dem sie weiß, dass sie Takeos Kind in sich trägt. Eine Tatsache, die niemand wissen darf, weil sie eigentlich mit Takeos Ziehvater hätte vermählt werden sollen. Um sich und das Kind zu schützen muss sie sich mit einem Lügenkäfig umgeben.

Takeo und Kaede sind beide umgeben von Intrigen, Machtspielen, Wahnsinn und Leid. Jeder muss auf seine Weise versuchen, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden und zu verteidigen. Wärend Takeo mit der Lebensweise des Stammes zu kämpfen hat, muss sich Kaede – als Frau – die Stellung des Familienoberhauptes erkämpfen.

Eine spannende Geschichte, die definitv Lust aus mehr macht :)

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Glennkill

Filed under: Books — Luthien am 20. Juli 2006 um 23:04 Uhr

Sechs Monate ist es her, dass ich Weras Review von “Glennkill” las. Ich hab’s mir natürlich kurz darauf gekauft – aber lange nicht angefasst, weil noch so viele andere Sachen zum Lesen herumlagen. Da ich momentan meine Mittagspausen lesend im Schatten eines Baumes verbringe, komme ich auch wieder mit meinen Büchern weiter ;) Und so kann ich jetzt endlich meine Meinung zu Glennkill kundtun!

Glennkill. Ein Schafskrimi Leonie Swann: Glennkill. Ein Schafskrimi

Man nehme: Eine Schafsherde, ein irisches Küstenörtchen und einen skurrilen Mord. Beschreibe alles aus der Sicht der Schafe und spicke die Geschichte durch allerhand niedlicher Details. Fertig ist ein überraschend gutes Buch, dass – noch überraschender? – das Debüt einer Deutschen ist. Und es ist sooooooooooo süß!

Genau so habe ich mir das Leben von Schafen vorgestellt *g* Genüsslich den Tag zwischen Weiden und Dösen verbringen, sich über die Menschen wundern und mit den anderen Schafen plaudern. Ja, das trau ich ihnen zu :)

Die Autorin beschreibt in einer erfrischend naiven Weise die verschiedenen Schafs-Charaktere. Von schreckhaft bis mutig und von gierig bis zurückhaltend. Da gibt es das „Gedächtnis-Schaf“, das nie etwas vergisst oder das Schaf, das besonders gut sehen kann. Und natürlich Miss Maple, das klügste Schaf der Herde – wenn nicht von der ganzen Welt! Alle Stereotypen, die man sich in so einer Herde vorstellen kann. Total niedlich! Da ist die Story eigentlich schon fast nebensächlich! Ist es aber natürlich nicht – denn um den Mord an ihrem Schäfer aufzudecken müssen die Schafe ganz schön viel Mut aufbringen. Sie stellen sich der Fleisch-Schaf-Herde, dem Metzger und sogar Gott! Natürlich ganz vorsichtig – und niemals alleine, denn kein Schaf darf die Herde verlassen :) Aber irgendwie schaffen sie es dann tatsächlich, die Geschichte hinter dem Mord aufzudecken! Schließlich ist das schlauste Schaf von Glennkill unter ihnen :)

Ein wirklich erfrischendes Buch, das vor allem von den niedlichen Schafsbeschreibungen lebt. Vor den vielen Kleinigkeit, wie den Schafen, die sich schnell vom leckeren Gras ablenken lassen oder der Schreckhaftigkeit. Vom Herdentrieb und den vielen Missverständnissen. Streckenweise ist die Geschichte etwas langatmig, aber im Großen und Ganzen ist es ein wirklich süßes Buch!

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Das Schwert in der Stille

Filed under: Books — Luthien am 20. Juli 2006 um 22:29 Uhr

Da ich gerade dabei bin “Der Pfad im Schnee” zu lesen, dachte ich mir, dass mein Review zu “Das Schwert in der Stille” eigentlich lange überfällig ist :)

Das Schwert in der StilleLian Hearn : Der Clan der Otori 1. Das Schwert in der Stille.

Lian Hearn baut eine wunderbare Welt auf, die uns in das Leben eines Landes entführt, dass stark Japan zur Zeit der Samurais erinnert. Aber eben nur erinnert, denn weder ist Hearn Japanerin (die eigentlich Gillian Rubinstein heißt), noch übernimmt sie irgendwelche Städtenamen. Dennoch ist es unverkennbar an die Japanische Geschichte angelehnt.

“Das Schwert in der Stille” ist der erste Band der “Clan der Otori” Trilogie. Der junge Takeo ist der einzige Überlebende eines Dorfes der “Verborgenen”, Anhängern einer verbotenen Religion. Auf der Flucht wird er von einem Kriegsherrn gerettet, der in ihm noch eine andere Abstammung entdeckt. Eine Abstammung, die Takeo selbst unbekannt ist, dessen Auswirkungen ihm in den kommenden Wochen aber schnell bewusst werden. Er kann Dinge, die andere Menschen nicht können. Zum Beispiel außergewöhnlich gut hören oder Hunde nur mit einem Blick zum Schlafen bringen. Er wird von seinem Retter adoptiert und wird somit zu einem Kriegslord. Diese neue Welt verlangt Takeo viel ab – und wirft ihn immer tiefer in einen Strudel aus Intrigen, Verrat, Ehre und Verpflichtungen.

Ein packendes Buch, das sich sehr gut lesen lässt – nicht zuletzt, weil es eigentlich für Jugendliche geschrieben ist ;)

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GEO Epoche – Das kaiserliche Japan

Filed under: Books,Japan — Luthien am 7. Juni 2006 um 22:56 Uhr

GEO Epoche 21Wieder so ein schöner Zufallsfund. Vor ein paar Wochen lief ich durch die Zeitschriftenabteilung meiner Buchhandlung und entdeckte eine Themenheft von GEO zum Thema “kaiserliches Japan”. Kostete zwar stolze 8 EUR, sah aber sehr interessant aus. Also hab ich es eingepackt. War eine gute Idee :)

Inzwischen habe ich die 170 Seiten durch. Es war mein erster ausführlicher “Ausflug” in die Geschichte Japans – normalerweise interessiere ich mich doch eher für die Gegenwart ;)

GEO Epoche ist ein populärwissenschaftliches Magazin, dass sich mit jedem Heft einem historischen Thema widmet. In deser Ausgabe also mit Japan. Verschiedene Autoren spannen in einzelnen Artikeln den Bogen von der Besiedlung der japanischen Inseln bis zum Ende des zweiten Weltkriegs. Neben historischen Ereignissen wird auch auf Kunst und Kultur eingegangen. Das ganze Heft wird begleitet von Abdrucken, Fotos und Illustrationen, die das Thema angenehm auflockern.

Die Texte sind alle sehr interessant geschrieben und die thematische Mischung ausgewogen. So macht Geschichte wirklich Spaß :) Die Ausgabe ist zwar nicht mehr im Zeitschriftenhandel erhältlich, aber man kann sie noch im Internet bestellen (z.B. bei GEO oder Amazon). Japan-Interessierten kann ich es nur ans Herz legen – schon alleine der Bilder wegen!

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